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Rekordzahl: Für 117 Realschüler begannen am Mittwoch die schriftlichen Prüfungen  

Am Mittwoch haben in den Realschulen des Landes die schriftlichen Abschlussprüfungen begonnen. 117 Schüler werden in der Realschule Oberkirch in den drei Hauptfächern geprüft.

Prüfungsstress

Prüfungsstress2       Vier Stunden konzentriertes Arbeiten im  Fach Deutsch: Tabea Mischall (siehe Bild oben; vorne), Linda Rabe (siehe links) und  115 Mitschüler stehen zurzeit im  Prüfungsstress, denn die schriftlichen  Prüfungen zur mittleren Reife haben  vergangenen Mittwoch begonnen. 

Prüfungszeit in der Realschule Oberkirch: „Heute hol` ich mir eine gute Note“, war Linda Rabes Vorsatz bei der Deutsch-Prüfung. Für sie und ihre 116 Mitschüler begannen gestern die schriftlichen Prüfungen zur mittleren Reife mit dem Fach Deutsch. „Ich nahm das Kompendium, da war ich gut vorbereit und hatte viel Material gesammelt.“ Die Schüler konnten während des Jahres Unterlagen zum wichtigen und aktuellen Thema „Suchtverhalten – Abhängigkeiten im Alltag“ sammeln und diese Texte für einen „Vortrag im Rahmen eines Gesundheitstages an der Schule“ verwenden. Die Interpretationsaufgaben bezogen sich einerseits auf das sarkastische Gedicht von Kurt Tucholsky „An das Publikum“, einer Abrechnung mit Produzenten und Konsumenten: „Jeder Filmfritze sagt: ‚Was soll ich machen? Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen.‘…Sag mal, verehrtes Publikum: bist du wirklich so dumm? So dumm, dass in Zeitungen, früh und spät, immer weniger zu lesen steht?“ In der „Anekdote aus der Hitlerzeit“ erinnerte sich James Krüss an ein Kindheitserlebnis. Größtes Interesse fand die Kreativaufgabe zur Pflichtlektüre „Grafeneck“ von Rainer Gross. Der Dorfschullehrer eines schwäbischen Dorfes wühlt im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck und deckt bei seinen Höhlenforschungen ein brutales Verbrechen auf. „Grafeneck“ ist vordergründig ein Krimi – eigentlich geht es aber um Schuld und Vergangenheitsbewältigung des Dritten Reiches: beschauliche Ortschaften im Schwäbischen wurden Zeugen der Euthanasieeinrichtung in Grafeneck.
„Die Englisch-Prüfung am Freitag ist mit zwei Stunden deutlich kürzer, so dass man nicht diese lange Konzentrationsspanne braucht“, meint Linda. 50% der englischen Prüfung fand allerdings schon im November mit „Eurokom“- Kurzform für europäische Kommunikationsfähigkeit – statt. Dabei präsentierte jeder Schüler ein selbstgewähltes Thema – anschaulich präsentiert, und in Gesprächen mussten die Schüler zeigen, dass sie in der Lage sind, Inhalte und Sachverhalte zu verstehen und weiterzugeben. Das mündliche Element wird damit stärker betont, sodass Kommunikation im Unterricht stärker in den Vordergrund rückt – auch im schriftlichen Bereich. Grammatik wird nur im Kontext bewertet, dafür stehen unterschiedliche Fertigkeiten – vom Info-Vermitteln bis zum kreativen Schreiben - im Fokus.

Am letzten Prüfungstag – Donnerstag nächster Woche- müssen noch die mathematischen Nüsse in den Bereichen Algebra, Trigonometrie, Stereometrie, Sach- und Wahrscheinlichkeitsrechnen geknackt werden. Die Lehrer der Partnerrealschule, die Robert-Schumann-Realschule Achern- übernehmen die Zweitkorrektur, die Schnitte beider Korrekturen ergeben die Prüfungsnote.
Die mündliche Prüfung hat das inzwischen gut eingeführte neue Gesicht bekommen. Während Wahlprüfungen in den Hauptfächern weiterhin möglich bleiben, gibt es Prüfungen in den Nebenfächern nicht mehr, dafür gibt es die „Fächerübergreifende Kompetenzprüfung“: Zu Beginn des 10. Schuljahres wählten mindestens drei Schüler ein umfassendes Thema, das mindesten zwei Fächer abdeckt. In der Projektvorbereitung während des Schuljahres werden sie von zwei Lehrkräften betreut. Die Prüfung, die auch Präsentationstechniken umfasst, erfolgt im Juni.

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