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Im Rahmen einer Feierstunde nahm vergangenen Freitag Schulamtsdirektor Wolfgang Zink die Amtseinführung von Werner Franz als Rektor der RSO vor.  

Der folgende Artikel stammt aus der Acher- Rench-Zeitung:

von links: Schulamtsdirektor Wolfgang Zink (Schulamt), Corinna und Werner Franz und Bürgermeister Christoph Lipps

Als »Sechser im Lotto mit Zusatzzahl« bezeichnete Werner Franz am Ende der 90-minütigen Feierstunde seine Arbeitsstelle in der Realschule Oberkirch (RSO): »Es hat vom ersten Tag an gepasst.« Franz war im Februar 2014 als Konrektor an die RSO gekommen und hatte im August 2017 den langjährigen Rektor Klaus Lienert beerbt. Mit der Amtseinführung, die Schulamtsdirektor Wolfgang Zink am Freitag vor Kollegen, Schülern, Familienmitgliedern und geladenen Gästen vornahm, ist die Nachfolge auch offiziell geregelt. 

Schulamtsdirektor: Schule braucht keinen Superman

An guten Ratschlägen für den neuen Schulleiter mangelte es dabei nicht: »Gelungene Schule braucht keinen Superman«, sagte Zink. Wichtig sei eine Führungspersönlichkeit, die mit klarem Blick ihre Mitmenschen fordere und fördere, hinter ihnen stehe und vorangehe und es aushalte, wenn etwas nicht perfekt gelinge.

Laut der geschäftsführenden Schulleiterin der Oberkircher Schulen, Ursula Erdrich, bringt  Franz von der deutlichen Sprache bis zur Liebe zu den Menschen schon viele Eigenschaften eines guten Rektors mit. Sie lobte sein Engagement. Angelehnt an den Buchtitel ihres Geschenks sagte sie aber auch: »›Ein ganzes Leben‹ an der Schule muss es nicht sein.«

Einen Kurzauftritt als Straßenkehrer Beppo hatte Jürgen Wurth. Er spielte damit auf das jüngste Stück der »Jungen Bühne«, Momo, an. Dass das Beppo-Prinzip (»Schritt für Schritt geht’s voran, Schritt für Schritt kommst Du an«) auch im Rektorenjob und bei Bauarbeiten gelte, machte Lehrer Stefan Kowalsky deutlich.

Die Erweiterung der Realschule um eine Mensa und Räume für die Ganztagsbetreuung ist das nächste große Ziel der Schulgemeinschaft. Sie hat sich in den vergangenen Jahren personell stark verändert: Nicht weniger als 27 Kollegen hat Franz seit 2014 Richtung Ruhestand verabschiedet. »Wenn wir jetzt noch das Gebäude verjüngen, haben wir zwei wichtige Entwicklungsschritte gemeistert.« Die Stadt will für den Gelenkbau Bürgermeister Christoph Lipps zehn Millionen Euro an Eigenmitteln in die Hand nehmen. Mit Werner Franz habe man den »richtigen Mann am richtigen Platz« und einen »Garanten für die erfolgreiche Führung der Realschule« gefunden. Seine Berufung sei »ein Meilenstein für die Realschule«. 

Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2018 beginnen

Lipps garnierte seine Rede mit einer Zusage: »Die Baustelle geht weiter, versprochen.« Der erste Schritt wird im März oder April 2018 die Verlegung der Fahrradständer und des Schulhofes sein. Fertig sein soll die Mensa dann 2020. 
Ob der Aufgabe, die Realschule ins »gelobte Land« zu führen, verglich Gemeindereferentin Sabina Breidung Franz gar mit dem biblischen Propheten Mose. Und auch Elternbeiratsvorsitzender Manfred Fien glaubt an den Erfolg des neuen Schulleiters. »Sie werden die Realschule mit Ihrer Art und Ihrer Erfahrung weiter sicher auf der Schiene halten.«

Zur Seite steht Franz mit Christian Huber ein neuer Konrektor. Er lobte die klaren pädagogischen Vorstellungen, das offenes Ohr und die Präsenz seines Chefs, der Schülern schon mal eine halbe Stunde bei der Suche nach einem Schlüssel helfe – auch wenn er sich bezogen auf seine Aufgaben im »Schlaraffenland der Abwechslung« befinde, so Franz.

Im »Schlaraffenland der Abwechslung« 

Der neue Rektor hatte sein Studium zu einer Zeit begonnen, als die Chancen auf eine Arbeitsstelle als Lehrer »ebenso groß war wie die Chance, einen Astronautenjob bei der NASA zu bekommen«. An der Uni hatte er sich dementsprechend nicht willkommen gefühlt. Das änderte sich erst,  als er auf die Pädagogische Hochschule wechselte. Jedem einzelnen Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen, nannte er auch deshalb seine Maxime als Rektor. Wie er das meint, machte Franz mit einem Zitat seines Friesenheimer Rektoren-Ziehvaters Günter Behre deutlich: »Bei uns gibt es keine 731 Schüler, sondern 731-mal einen Schüler.«

Text und Foto: Patric König (baden online)

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