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Jetzt gilt’s: Realschüler im Prüfungsstress  

Für 103 Realschüler/innen in vier Klassen begannen am Dienstag die schriftlichen Prüfungen in den drei Hauptfächern


Vier Stunden konzentriertes Arbeiten im Fach Deutsch: 103 Realschüler/innen stehen zurzeit im Prüfungsstress, denn die schriftlichen Prüfungen zur mittleren Reife haben vergangenen Dienstag begonnen.  

Prüfungszeit in der Realschule Oberkirch: Ein gemeinsamer Einstieg bot das Prüfungsfrühstück, das die Elternvertreter Manfred Fien, Angelika Casella, Lenka Busam, Irene Fischer zusammen mit Max Wimmer und Jona Huber vorbereitet hatten und an dem fast alle Schüler teilnahmen. Gut gestärkt und letzte Tipps austauschend ging es dann in die jeweiligen Prüfungszimmer, die am weitesten entfernt von den Baumaßnahmen liegen und entsprechende Ruhe bieten.  


Elternvertreter bereiten jeweils zum Einstieg an den Prüfungstagen ein umfangreiches Frühstück, das von den Prüflingen bisher durchgängig positiv angenommen wurde.

Danach stieg die Spannung, welche Themen wohl kommen würden. Ein gutes Gefühl hatten die D-Lehrkräfte  bei den Deutsch-Themen, vor allem das Rahmen- und das Kreativthema wurde häufig gewählt. Die kreative Aufgabe ging um den Science Fiction-Klassiker „Fahrenheit 451“, in der es um eine Welt ohne Bücher geht. Ray Bradbury sah 1953 als düstere Zukunftsvision eine Gesellschaft,  die verblödet und verroht: Ein Fernsehsender ist niveauloser als der andere, Kinder erschießen einander in der Schule, und die Massen amüsieren sich in Sportveranstaltungen und Autozertrümmerungshallen. Bücher sind verboten, die Menschen werden dumm gehalten durch Fernsehdauerberieselung und Drogen. Selbständiges Denken ist in dieser Gesellschaft ein absolutes Tabu. Es führe es nur dazu, dass die Menschen sich unsozial verhalten und die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht gebracht werde und genau deshalb wird die Gesellschaft pausenlos unterhalten.

Das Rahmenthema, das langfristig vorbereitet werden konnte, dreht sich um „Umgangsformen – nur Relikte aus früheren Zeiten?“ Die „jugendlichen Experten“ sollten einen Beitrag für ein Jugendmagazin verfassen, in dem sie auch das Kommunikationsverhalten im Internet mit einbeziehen. Die Interpretationsaufgaben bezogen sich auf eine Kurzgeschichte von Mahmood Falaki und das Gedicht „Dazwischen“ von Alev Tekinay, in denen es um Ausländer bzw. Asylanten in Deutschland geht: „Jeden Tag fahre ich zweitausend Kilometer in einem imaginären Zug hin und her.“

Am Freitag müssen die mathematischen Nüsse in den Bereichen Algebra, Trigonometrie, Stereometrie, Sach- und Wahrscheinlichkeitsrechnen geknackt werden – allerdings schon gut vorbereitet durch die „Generalprobe“ in der Projektwoche.

 Die Englisch-Prüfung am 7. Mai   ist mit zwei Stunden deutlich kürzer, so dass man nicht diese lange Konzentrationsspanne braucht.“ 50% der englischen Prüfung fand allerdings schon im November mit „Eurokom“- Kurzform für europäische Kommunikationsfähigkeit – statt. Dabei präsentierte jeder Schüler ein selbstgewähltes Thema – anschaulich präsentiert,  und in Gesprächen mussten die Schüler zeigen, dass sie in der Lage sind, Inhalte und Sachverhalte zu verstehen und weiterzugeben. Das mündliche Element  wird damit stärker betont, sodass Kommunikation im Unterricht stärker in den Vordergrund rückt – auch im schriftlichen Bereich. Grammatik wird nur  im Kontext bewertet, dafür stehen unterschiedliche Fertigkeiten – vom Info-Vermitteln bis zum umfangreichsten Teil, dem kreativen Schreiben - im Fokus.

Die Lehrkräfte der Partnerrealschule, die Realschule Achern, übernehmen die Zweitkorrektur, die Schnitte beider Korrekturen ergeben die Prüfungsnote. Bewährt hat sich dabei das Treffen der Erst-und Zweitkorrektoren, die Lösungen, Probleme etc. im Vorfeld gemeinsam besprechen.

Mündliche Prüfungen gibt es nur noch in den Hauptfächern, dazu die „Fächerübergreifende Kompetenzprüfung“: Zu Beginn des 10. Schuljahres wählten mindestens drei Schüler ein umfassendes Thema, das mindesten zwei Fächer abdeckt. In der Projektvorbereitung während des Schuljahres werden sie von zwei Lehrkräften betreut. Die Prüfung, die auch Präsentationstechniken umfasst, erfolgt Anfang Juli.

Text und Fotos: Johanna Graupe

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