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Es gilt – Mittlere Reife-Prüfung hat begonnen  

128 Prüflinge an der RSO – Passgenaues Deutsch-Thema

127 Schüler und Schülerinnen traten gestern zur D-Prüfung an, ein Schüler ist krankheitshalber verhindert und wird einen der beiden Nachtermine in Anspruch nehmen.


Die Sitzordnung bei der schriftlichen MR-Prüfung ist vergleichsweise zu früheren Jahren deutlich aufgelockert. 127 Prüflinge starteten gestern an der RSO mit der D-Prüfung.

„Die D-Themen sind sehr gut machbar und das Kompetenzthema ist ein absolut passendes Thema“, war Rektor Franz überzeugt. Das Thema, für das man sich ein Kompendium  während des Schuljahres erarbeiten konnte, hätte mit dem  Rahmenthema „Herausforderung Digitalisierung“ nicht passgenauer ausfallen können. Ausgehend von dem Fakt, dass Digitalisierung Schulen vor Herausforderungen stellt, war die Prüfungsaufgabe, im Rahmen einer Themenwoche in der Rolle eines Schülervertreters einen Vortrag zu konzipieren, der sich damit befasst, wie sich Schulalltag durch Digitalisierung möglicherweise verändern wird oder schon verändert hat, wie sich Schule auf die Herausforderung der Digitalisierung vorbereiten kann und letztendlich sollten die Schüler Chancen und Gefahren der Entwicklung abwägen.

„Auf das Lektüre-Thema konnte man sich sehr gut vorbereiten, es werden wohl viele Schüler dieses Thema nehmen“, ist Werner Franz überzeugt: Ein innerer Monolog ausgehend von einem preisgekrönten Roman „No & ich“ der französischen Soziologin Delphine de Vigan. Es geht darin um die Zehntklässlerin Lou, deutlich jünger als ihre Klassenkameraden, weil sie Klassen übersprungen hat. Ihr Verstand arbeitet auf Hochtouren, aber ihre intellektuelle Frühreife geht mit einer großen Unsicherheit im praktischen Leben einher. Sie trifft als Pendant und als persönliche Herausforderung  die 18-jährige obdachlose No, die eine glücklose Kindheit hinter sich hat. Lou weiß, dass der Fuchs für den kleinen Prinzen einzigartig ist, weil er ihn gezähmt hat. Auch die Zehntklässlerin Amelie Englert wählte das Lektürethema und „fühlte sich sehr gut vorbereitet“, auch in den anderen beiden Prüfungsfächern erhielt sie Arbeitsblätter und Webseiten.

Am Montag müssen die mathematischen Nüsse in den Bereichen Algebra, Trigonometrie, Stereometrie, Sach- und Wahrscheinlichkeitsrechnen geknackt werden und die Englisch-Prüfung ist am 27. Mai. Sie ist mit zwei Stunden deutlich kürzer, so dass man nicht diese lange Konzentrationspause braucht, allerdings fand 50% der englischen Prüfung schon im November mit „Eurokom“ – Kurzform für europäische Kommunikationsfähigkeit – statt. Englisch ist für Amelie „die größte Herausforderungen“, da will sie unbedingt eine „2“ schaffen – wenn das klappt, muss sie nämlich keine mündliche Prüfung mehr absolvieren. Die bisherige Pflichtprüfung FÜK (Fachübergreifende Kompetenzprüfung), in der eine Gruppe Schüler zusammen arbeitet , um ein Thema zu präsentieren, entfällt aufgrund der organisatorischen Schwierigkeiten.

Die mündlichen Prüfungen dürfen frühestens am 20.6. beginnen, was die RSO plant, und dürfen bis spätestens 29.7. stattfinden. Zweitkorrekturen finden dieses Jahr nicht an einer Partnerschule, sondern in der eigenen Schule statt, um Zeit zu sparen.

„Wenn die Situation so bleibt, soll eine klassenweise feierliche Zeugnisausgabe organisiert werden, um die Bedeutung der Prüfung herauszustreichen“, hofft Rektor Franz.

Text: Johanna Graupe   Foto: Werner Franz

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