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Konfliktlösung als Baustein für soziales Lernen

Streitschlichter an der Realschule Oberkirch


Die aktuellen Schülerstreitschlichter im Schuljahr 2017/2018 von links: Alena Wolber, Sarah Helbig, Nathalie Kimmig, Lena Halter, Raphael Schmoll, Robin Haas, Max Spinner

WENN ZWEI SICH STREITEN, HILFT EIN DRITTER.

Wenn ihr Streit mit einem Freund/einer Freundin habt oder immer wieder Ärger mit einem anderen Schüler/einer Schülerin, dann kommt in die Schülermediation – wir helfen euch, den Streit zu verstehen und beizulegen, so dass ihr wieder miteinander klarkommt. Einfach einen Schülermediator, den Klassenlehrer oder Frau Guerra ansprechen.

Was ist MEDIATION?
Verbale und körperliche Gewalt gehören zum Erleben von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrern. Wir als Schule können und wollen das nicht als Normalität hinnehmen, sondern ihr langfristig durch Prävention und Intervention entgegenwirken. Langfristig geschieht dies, indem soziales Lernen fest in unserem Schulalltag integriert ist.
Um Vorfälle im schulischen Bereich zu bearbeiten, haben wir uns für ein Konzept der Streitschlichtung (Mediation) als Methode konstruktiver Konfliktbearbeitung entschieden.

Mediation (Vermittlung) ist die Bezeichnung für ein Konfliktlöseverfahren, bei dem allparteiische Dritte zwischen Streitparteien vermitteln, wenn sie nicht allein zu einer konstruktiven Lösung kommen. Da Konflikte nur dann längerfristig beigelegt werden können, wenn alle am Streit Beteiligten einen Betrag zur Lösungsfindung leisten, ist es das Ziel von Mediation, eine möglichst einvernehmliche Lösung für den Konflikt zu finden. Dabei ist es die Aufgabe der Mediatoren und Mediatorinnen, die Streitparteien bei der konstruktiven Konfliktbearbeitung zu unterstützen, indem sie z. B. den Gesprächsprozess strukturieren und begleiten und zum gegenseitigen Verständnis verhelfen.

Mediation: Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter
In der Regel wenden sich Streitende an ihre Lehrerinnen oder Lehrer. Sie werden dann an die Mediatoren der Schule verwiesen. Ziel der Mediation ist eine von beiden Parteien akzeptierte Vereinbarung. Verweigern streitende Schülerinnen oder Schüler die Schlichtung, treten die im Schulleben vorgesehenen Maßnahmen ein.

medi

Was ist TATAUSGLEICH?
Das mache ich wieder gut! Der Tatausgleich ist ein Teil des Maßnahmenkatalogs der Schule: Wer Gewalt anwendet (körperliche oder seelische Gewalt, Sachbeschädigung oder Diebstahl), muss sich dem Tatausgleich stellen. Wenn der Täter eine persönliche Wiedergutmachung leistet, muss er
keine weiteren Schulmaßnahmen befürchten. Ausnahmen gibt es nur bei Schäden und Verletzungen, die das Einschalten von übergeordneten Instanzen nötig machen, beispielsweise bei versicherungsrechtlichen Fragen.
Wenn die Täterin/der Täter sich einer persönlichen Wiedergutmachung verweigert, wird automatisch ein Verfahren nach §90 SchG eingeleitet oder ein bereits begonnenes Verfahren fortgeführt.

Die Opfer lernen,
• ihre Angst vor den Tätern zu überwinden und über das Erlittene zu reden.
• Wiedergutmachung einzufordern.
• wie sie aus der Opferrolle herauskommen und sich selbstbewusst aber gewaltfrei gegen Gewalt
   wehren können.

Die Täter lernen,
• die Opferperspekti ve und die Folgen ihres Handelns kennen.
• dass sie für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden.
• dass ihr Verhalten persönliche Konsequenzen hat.

Mediation und Tatausgleich - verbindlich an der Realschule Oberkirch
Die Schulkonferenz hat im Schuljahr 2011/12 die Verbindlichkeit dieser Konzeption beschlossen.
Damit akzeptieren alle am Schulleben Beteiligten - Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern - die Umsetzung und den Ablauf dieses Konzeptes.